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PMS verstehen: Warum die Tage vor der Periode emotional und körperlich herausfordernd sein können

PMS verstehen: Symptome, Ursachen und was wirklich hilft

Wenn die Tage vor der Periode schwerer werden


Viele Menschen kennen es: Die Tage vor der Periode fühlen sich anders an. Man ist schneller gereizt, müde oder emotional – manchmal auch körperlich belastet.

Diese Beschwerden werden als prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet.

Im Podcast „Hallo Gesundheit“ der CSS spricht Johanna Janku, Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Sexualtherapeutin und Gründerin von Oh Yes Baby Yes, darüber, was hinter PMS steckt – und wie man besser damit umgehen kann.





Was genau ist PMS?


Das prämenstruelle Syndrom (PMS) umfasst verschiedene körperliche und psychische Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten – also zwischen Eisprung und Beginn der Menstruation.


Typische Symptome sind zum Beispiel:

• Stimmungsschwankungen

• Reizbarkeit oder Traurigkeit

• Müdigkeit

• Brustspannen

• Kopfschmerzen

• Bauchkrämpfe

• Wassereinlagerungen

• Heisshunger


Viele menstruierende Menschen erleben solche Symptome. Bei einem Teil sind sie so ausgeprägt, dass sie den Alltag deutlich beeinflussen.


Warum PMS entsteht


Nach dem Eisprung verändert sich der Hormonhaushalt im Körper. Wenn keine Schwangerschaft eintritt, fallen bestimmte Hormone wieder ab – und genau das kann Beschwerden auslösen.


Typische Reaktionen sind zum Beispiel:

• emotionale Empfindlichkeit

• Reizbarkeit

• Stimmungsschwankungen

• körperliche Spannungsgefühle


Wichtig ist: Nicht nur die Hormone selbst spielen eine Rolle, sondern auch, wie sensibel der Körper auf diese Veränderungen reagiert.


PMS ist individuell


Ein zentraler Punkt aus der Praxis: PMS ist sehr individuell – sowohl in der Intensität der Symptome als auch im persönlichen Erleben.

Einige Menschen spüren ihren Zyklus kaum, andere deutlich stärker. Entscheidend ist nicht nur, welche Symptome auftreten, sondern wie sehr sie den Alltag beeinflussen.


PMS oder etwas anderes?


In der medizinischen Abklärung ist es wichtig, PMS von anderen Erkrankungen zu unterscheiden.


Zum Beispiel:

• Endometriose – eine Erkrankung, die oft mit starken Schmerzen verbunden ist

• PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) – eine stärker ausgeprägte Form mit intensiven psychischen Symptomen


Ein wichtiges Merkmal von PMS ist, dass die Beschwerden regelmässig in der gleichen Phase vor der Periode auftreten.


Was bei PMS helfen kann


Alltag und Lebensstil

Oft können schon kleine Veränderungen helfen:

• regelmässige Bewegung

• ausreichend Schlaf

• ausgewogene Ernährung

• Stressreduktion

• weniger Alkohol oder Nikotin


Bewegung kann sich zum Beispiel positiv auf die Stimmung auswirken.


Nährstoffe und Supplemente

Einige Nährstoffe können unterstützend wirken:

• Magnesium

• Calcium

• Vitamin-B-Komplex


Pflanzliche Therapie

Eine bekannte pflanzliche Option ist Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus). Er kann helfen, hormonelle Schwankungen auszugleichen.

Wichtig: Die Wirkung zeigt sich oft erst nach zwei bis drei Zyklen.


Hormonelle Therapie

Bei stärkeren Beschwerden kann auch eine hormonelle Behandlung sinnvoll sein, zum Beispiel:

• kombinierte Antibabypillen

• Progesteron in der zweiten Zyklushälfte


Unterstützung bei psychischen Symptomen

Bei stärkerer emotionaler Belastung können zusätzlich helfen:

• Achtsamkeit und Meditation

• Gesprächstherapie

• Bewegung

• in bestimmten Fällen auch Medikamente


Ein wichtiger Gedanke: Man darf auch müde sein


Ein zentraler Punkt: Man muss nicht immer funktionieren.

Der Zyklus ist ein natürlicher Prozess. Nicht jede Stimmungsschwankung bedeutet automatisch eine Krankheit.


Für viele Menschen hilft es:

• den eigenen Zyklus besser zu verstehen

• Erwartungen an sich selbst anzupassen

• sich bewusst mehr Ruhe zu erlauben


Geduld gehört dazu


Viele Ansätze – ob Lebensstil, pflanzliche oder medizinische Therapie – brauchen Zeit.

Oft geht es darum, Schritt für Schritt herauszufinden, was individuell gut tut.


Fazit


PMS ist keine Schwäche – sondern eine natürliche Reaktion des Körpers auf hormonelle Veränderungen.

Je besser man den eigenen Zyklus versteht, desto leichter wird es, gut damit umzugehen.


Podcast: PMS verständlich erklärt


Im Podcast „Hallo Gesundheit“ der CSS spricht Johanna Janku ausführlich über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.





Fragen zu PMS oder deinem Zyklus?

Individuelle Beratung kann helfen, Symptome besser einzuordnen und passende Lösungen zu finden.





vertraulich · evidenzbasiert · in Zürich oder online

 
 
 

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